So war Folk-Musik, insbesondere solche von der grünen Insel Irland bei uns in meiner Jugend bei vielen recht beliebt. Live bekam man sie aber in der Provinz selten zu hören, deshalb nahm sich die eine oder andere halbprofessionelle Band des Themas an. Oft waren diese Bands dann auch nur in ihrer begrenzten Heimatregion bekannt. „Kleeblatt“ ist eine dieser Bands, die Musiker stammten aus Stuttgart und traten im Club Junges Europa, kurz CJE, bei uns auf.




Gelegentlich fuhren wir auch nach Stuttgart ins Gustav-Siegle-Haus, wenn dort interessante Konzerte stattfanden. Z. B. ein Auftritt der irischen Folk-Band „Sands Family“, deren Texte schon deutlich politisch gefärbt waren, und bei uns offene Ohren fanden. In dieser Zeit entstand auch die Idee zur ersten Irland-Reise mit dem Motorrad.



Die Siebziger waren auch ein politisch sehr unruhiges Jahrzehnt, in dem nicht nur bei mir Interesse an diesen Themen geweckt wurde. So rückte bald auch die Manufaktur Schorndorf mit ihren Veranstaltungen in den Focus. In einem Sommer stand in Stuttgart auf dem kleinen Schloßplatz ein kleines Zirkuszelt, in dem fast täglich Programm geboten wurde.

Die „Tommy Bayer Band“ war in der Region recht bekannt und erfolgreich, aber hat wohl nie wirklich überregional besonderen Erfolg gehabt. Als Buchautor lief es später besser für Tommy Bayer.


Kürzlich musste ich feststellen, dass Franz Josef Degenhardt langsam ein Vergessener wird. Er war ein Waldeck-Veteran, wie auch Hein und Oss Kröher.


Bettina Wegener trat nun immer öfter im Westen auf. 1983 wurde sie ausgebürgert.


Ein echtes Highlight war dann die Dortmunder Band „Cochise“ (siehe Aufmacherfoto). Sie sangen frech, treffend, völlig abseits vom Mainstream und sorgten stets für allerbeste Stimmung.







Klar, ich war auch auf Großkonzerten, aber nicht oft. Das sicher interessanteste war das Werner-Rennen in Hartenholm. Das Erste! 1988! Nicht der kommerzielle Abklatsch vor ein paar Jahren. Allerdings ging es ziemlich hoch her, Fotografieren war vor der Bühne kaum drin. Richtig klasse war der Auftritt von „Schröder“, die selbst BAP an die Wand gespielt haben. Trotzdem zwei Fotos zur Atmosphäre.


Richtig klasse war ein Konzert von „Wishbone Ash“ in der Bonner Harmonie. Die älteren Herren haben es immer noch drauf.

Und auch der Besuch beim Konzert von Robert Cray im Scala Club in Leverkusen hat sich gelohnt.

