Aber vor der ersten Ausfahrt im Frühling steht ja immer erst mal Pflege an. Nicht nur das Motorrad muss wieder startklar gemacht werden, auch klassische Lederbekleidung brauch Zuwendung. Über die Jahre habe ich viele Methoden und Mittelchen ausprobiert und benutze nun seit vielen Jahren fast ausschließlich Lederpflegeprodukte von Effax.

Früher habe ich Effax-Fett für die Lederklamotten verwendet. Aber eine Fachfrau hat mir dann mal erklärt, dass dies zwar für eine gewisse Zeit wasserdicht hält, aber nicht so tief ins Leder eindringt und die auch die Poren verschließt, also das Leder weniger atmen lässt. Auf ihre Empfehlung hin bin ich auf Effax-Öl umgestiegen, und tatsächlich hält sich das Leder seither besser. Der gute Nebeneffekt: Im Fett blieb der ganze Straßenstaub kleben, das Öl zieht ein und trocknet ab, so dass die Klamotten nicht so schnell verschmutzen. Einzige Ausnahme: Die Stiefel! Die sollen Wasser so effektiv wie möglich abweisen, hier kommt weiter Leder-Fett zum Einsatz.

Natürlich gibt es auch von anderen Herstellern entsprechende Produkte, im Reitsport z. B. müssen Ledersättel gepflegt und vor Wind und Wetter geschützt werden, hier wird man im Reitzubehör-Handel, z. B. in Raiffeisen-Märkten fündig.

Ein ganz wichtiger Fortschritt Anfang April war, dass meine Werkstatt endlich wieder benutzbar war. Zwar muss ich mich noch um ein paar Details kümmern, aber die 400er konnte ich schon mal startklar machen. Das war an einem Nachmittag erledigt, schließlich hatte ich im vergangenen Jahr ja die ganz große Inspektion gemacht. Und so konnte ich an einem warmen Nachmittag letzte Woche die ersten Kilometer in unserem 48. gemeinsamen Jahr abspulen.


Einmal über die nächste Hügelkette und das angrenzende Tal, dann bin ich bei Peter. Manchmal sind es die kleinen Dinge, bei denen man Hilfe braucht. Um die Zündschloss-Lichtschalter-Kombi in den frisch lackierten Scheinwerfertopf einzubauen, braucht man eigentlich vier Hände und mehrere Werkzeuge gleichzeitig. Warum also nicht gleich zu zweit mit vier Händen arbeiten, das ist deutlich stressfreier als stundenlanges einsames Gefummel.

Man vergleiche mit den Fotos oben: Während bei mir deutliche Arbeitsspuren vom Schleifen, Flexen, Schweißen, Spritzen und der unvermeidliche Staub vom Holzofen in der Werkstatt unübersehbar sind, und mäßige Ordnung herrscht, gleicht Peters Keller einem Show-Room. Ich bewundere Menschen, die sowas konsequent durchhalten, ich habe nicht die Nerven, Geduld und Ordnungssinn dafür.




Und dann gibt es da noch die überaus interessante Geschichte von Marcus und Jochen, beide Fahrer von raren Weslake-Nourish-Rennern. Aber davon will ich erst mal nicht zu viel verraten, empfehle jedoch die Lektüre der MOTORRAD CLASSIC Heft 6, die am 30. April erscheint.


