Peter hat ein Werbesegel dazu gestellt hat, auf dem das Motorrad auf Rennstrecken-Fotos aus den Siebziger Jahren zu sehen ist. Er hat sie nach längerer Standzeit aus einem Nachlass vom Sohn des ehemaligen Besitzers erworben, ein Zufallsfund bei der Suche nach Ersatzteilen. Ich finde solche Fahrzeuge mit Historie immer besonders interessant, und lass mir von Peter die Geschichte erzählen.


Die Eckert-HONDA wurde von 1973 bis 1983 von Max Fessler bei Straßenrennen (Zuvi) und auf permanenten Rennstrecken eingesetzt. Max Fessler, regionale Motorsportgröße in seiner Heimatstadt Friedrichshafen hatte sich mit dem Rennvirus 1944 in Steinhausen bei Bad Schussenried bei einem Onkel infiziert. Die Familie war dort untergekommen, das Elternhaus in Friedrichshafen war bei einem Luftangriff zerstört worden.


In jenen Jahren begann die Leidenschaft für Fußball und Motorräder. Er erlernte das Werkzeugmacher-Handwerk und arbeitete lange Jahre bei ZF in Friedrichhafen, am Schluss als freigestellter Betriebsrat. Sein berufliches Know-How und der Job bei den Zahnrad- und Getriebe-Spezialisten waren ideale Voraussetzungen für den Privat-Fahrer und Mechaniker in Personalunion, und ermöglichten ihm ohne Sponsor, die Maschine konkurrenzfähig aufzubauen und am Laufen zu halten.



Max Fessler wurde am 29.03.1936 in Friedrichshafen geboren. Er war Mitbegründer der „Renngemeinschaft Graf Zeppelin“ im ADAC Ortsclub Friedrichshafen, auf einer BSA er seine ersten Rennen. Mit Beginn der siebziger Jahre begann er im Rahmen der Zuvi-Rennen auch die 1000 Km von Hockenheim und andere Langstreckenrennen zu fahren. Dafür kam die Eckert HONDA 1973 in die Garage.


Auf der Rennstrecke bewegte er u. a. auch eine 750er Norton, eine Laverda Formula 500 und eine Egli-Kawasaki, teilweise recht erfolgreich. Auch im Alter von 80 Jahren spielte Max Fessler noch Fußball und fuhr bis Anfang der 2000er Motorrad. 2019 feierte die „Renngemeinschaft Graf Zeppelin“ mit Max Fessler ihr 50-jähriges Bestehen. 2024 ist er im Alter von 88 Jahren gestorben.

Die ganze Geschichte könnt ihr in der MOTORRAD CLASSIC Heft 9/2026 nachlesen.

