OK, ich geb’s zu, ich hab auch Spaß an sowas. Aber wenn man die seltenen britischen Vierventiler nur vom Hörensagen und von gelegentlichen Fahrerlagerrundgängen kennt, ist so eine Recherche durchaus mit Arbeit verbunden. Anscheinend hat keiner bislang ein Buch darüber geschrieben, also blieb mir nur eine längere Internetrecherche und die Kontaktaufnahme mit zwei Weslake-Fahrern.

Marcus hatte ich zufällig bei einem Teile-Kauf kennengelernt, er wohnt in meiner schwäbischen Heimat in einem Ort, den ich aus Zivildienst-Zeiten noch kenne. Wir kamen ins Gespräch und bei meiner Recherche erinnerte ich mich an ihn. Bei einem meiner nächsten Besuche in Süddeutschland nahm er sich Zeit für mich und ich konnte ein kleines Foto-Shooting mit seinen beiden Nourish-Weslake-Rennern machen.

Jochen kannte ich aus dem Fahrerlager und von der alten Schule. Auch er nahm sich mitseinen beiden 500er-Nourish-Weslake-Twins Zeit für ein Foto-Shooting. Solingen ist nicht weit für mich, und es war ein kalter, aber sonniger Januar-Tag. Einer der Twins steckt in einem Rickman-Fahrwerk, der andere in einem Seeley-Rahmen. Die beiden Motoren sind zudem in unterschiedlichen Konfigurationen aufgebaut.




Näher auf die hochinteressante Technik und die Geschichte von Weslake und Nourish einzugehen, würde hier den Rahmen sprengen, interessierte Leser können im Heft 6/2026 MOTORRAD CLASSIC nachlesen.
Eine interessante Begegnung hatten Ago und ich dann in Schleiz. Im Fahrerlager fiel uns beim obligatorischen Rundgang ein Nourish-Weslake-Gespann auf, das zwei gekoppelte Twins als Antrieb und somit ordentlich Hubraum hatte. Der Eigentümer erzählte uns, dass das Gespann von seinem Vater im Alter von 89 Jahren gebaut wurde.

Als ich Jochen und Marcus Fotos geschickt habe, kam von beiden direkt die Rückmeldung, dass der Besitzer Andy Nourish heißt, und der Sohn von Dave Nourish ist. Das Gespann nennt er wohl nur „Double Trouble“…

