Gerd hatte mal angefangen, zu einem bereits umfangreichen Fundus an HONDA-CB-500FOUR-Teilen gleich noch Material für den Bau eines Renners zusammen zu tragen.

Irgendwann aber ging der Elan und die Motivation für einen Einstieg in die DHM verloren. Im vergangenen Jahr bot er mir den Bausatz zu wirklich verlockenden Konditionen an, und ich sagte erst mal ja. Aber schließlich siegte die Vernunft. Kein Platz in der Garage und in den Regalen für ein weiteres Projekt, da waren schon genug Projekte gelagert. Keine Zeit und auch kein Geld für noch eins. Außerdem hatte ich ja bereits einen Renner für die fragliche Klasse.

Also winkte ich erst mal mit Bedauern ab. Und da das Material zu schade zum Verrotten in Regalen ist, wollte er es nach und nach inserieren. Da erinnerte ich mich an Manfred. Er hatte sich eine pistentaugliche Honda XBR 500 aufgebaut und war dieses Jahr am Nürburgring erstmals gestartet. Da er im Fahrerlager neben uns stand, kamen wir schnell ins Gespräch.

Manfred bekam von Gerd das Angebot, den kompletten Bausatz zu einem mehr als fairen Preis zu übernehmen. Außerdem boten wir Manfred an, jederzeit mit dem vorhandenen Know How zu unterstützen.



Kurze Zeit später fuhr er mit Anhänger am Auto bei Gerd vor, und wir luden ein. Bevor er aber an der FOUR schrauben kann, muss er das angefangene zweite XBR-Projekt noch vollenden.


Ich bin mal gespannt, was er nach den ersten Runden mit der FOUR sagen wird. Die wird nämlich zumindest eine scharfe Nockenwelle und bereits abgestimmte offene Vergaser bekommen (siehe Titelbild; Foto: Gerd L.). Außerdem war bei dem Bausatz als Option ein 600-ccm-Kit dabei…
Überrascht hat mich Stefan, genannt Stevie. Eigentlich dachte ich, er schraubt an einer Ducati. Aber weit gefehlt: Er schraubt auch gerne an dickeren Brocken: An Unimogs. Klar, die Dinger sind Kult. Und leisten viel. Ich hätte aber weder den Platz, noch irgendeine Verwendungsmöglichkeit. Trotzdem schön, dass jemand sie erhält. Und es scheint, dass Stevie hier genauso kundig Hand anlegt, wie an seine Ducatis, immerhin wird schon Nr. Zwei aufgebaut.



Derweil ist Martin noch dabei, eine ungute Schadensdiagnose zu verdauen. Seine sehr leistungsfähige Zweitakt-Yamaha wollte zuletzt nicht mehr. Wenn dann bei der Demontage der Auspuffanlage kleine, verkohlte Aluklümpchen rausfallen, ist das in der Regel ein ganz schlechtes Zeichen.

Das Bittere ist, dass die Ersatzteilsituation für diese Yamahas ziemlich schlecht aussieht. Das macht Teile die noch zu bekommen sind dann ausgesprochen teuer.


Dafür hat Ago nun definitiv herausgefunden, warum die Kurbelwelle im Gehäuse meines Motors, der in die Rob North soll, etwas schwergängig dreht: Das Axialspiel im linken Gehäuseteil ist etwas knapp. Mal sehen, was wir da machen…

